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Dienstag, 6. Oktober 2015
hdwNotiz Lit-01


Vgl

 


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Heinz Janisch Kinderbuchautor


Janisch arbeitet als Journalist beim Rundfunk (Redakteur der ORF-Reihe 'Menschenbilder'). Er hat zahlreiche Erzählungen, Gedichte und Bilderbücher veröffentlicht. Seine Werke zeichnen sich durch einen lyrischen Ton aus und wurden in viele Sprachen übersetzt.



Der Mann, der Inseln liebte. Roman.

David H. Lawrence
Aus dem Engl. von Benjamin Lebert. Hamburg: Hoffmann und Campe, 2015 (80 S.)

Abstract: D. H. Lawrence’ grandiose Erzählung über die Abgründe der menschlichen Existenz - neu übersetzt von Benjamin Lebert: Ein Mann liebt Inseln. Er sucht sein Glück auf einer sturmumtosten Insel. Hier erschafft er sich seine eigene Welt, richtet alles nach seinen Vorstellungen ein. Doch schon bald wird sein Glück bedroht, nicht von Wind und Wellen, sondern von den anderen Menschen. Also flüchtet der Mann auf eine kleinere Insel und schließlich auf eine noch kleinere Insel, bis er schließlich ganz allein ist, allein mit dem Meer. Immer tiefer verliert er sich in sich selbst, in seinen Wünschen und Sehnsüchten. Eine Geschichte über einen Menschen, der den Rückzug aus der Welt wagt, um die Gezeiten, die Schwingungen der Seele zu spüren, um sich sein eigenes Paradies zu erschaffen.



Eine Handvoll Rosinen. Roman.

Daniel Zipfel
Wien: Kremayr & Scheriau, 2015. (240 S.) ⋅ 978-3-218-00997-3

Abstract: Ludwig Blum ist ein rechtschaffener Mann. Er glaubt an die Gesetze. An den Staat. An die Gerechtigkeit. Als Fremdenpolizist in Traiskirchen, dem größten Flüchtlingslager Österreichs, leistet er Hilfe, wo er kann, und unterlässt sie, wo ihm die Hände gebunden sind. Bis es um die Abschiebung von Aram Khalil geht und im Zuge einer Betreuungskrise Hunderte Flüchtlinge auf der Straße schlafen müssen. Da beginnt Ludwig Blum an den Gesetzen zu zweifeln und daran, ob die Welt eine gerechte ist. In diesem Moment begegnet er dem afghanischen Schlepper Nejat Salarzai, der ihm auf brutale Weise eine andere Art der Ordnung vor Augen führt.
Daniel Zipfel ist seit vielen Jahren Asylrechtsberater. Dementsprechend realistisch zeichnet er in seinem beeindruckenden Romandebüt das bizarre Bild einer untragbaren und hochaktuellen Situation, die alle Beteiligten an ihre Grenzen führt. Fernab jeglichen Klischees zeigt er ambivalente Figuren, die ein klares Urteil unmöglich machen



Die Erwählten.

Steve Sem-Sandberg
Übers. von Gisela Kosubek.
Stuttgart: Klett-Cotta, 2015. (640 S.) ⋅ 3-608-93987-3
Orig. u.d.T.: On the Move.

Abstract: 'Die Erwählten' ist ein literarisches Meisterwerk – ebenso mitreißend und einfühlsam erzählt wie 'Die Elenden von Lódz'. Håkan Nesser

Adrians Aufsässigkeit, einschließlich einer kurzzeitigen Flucht, lassen ihn sämtliche Stationen dieser Hölle des Nazi-Systems durchlaufen. Er kommt als Anschauungsobjekt in den Vorlesungssaal und schließlich auf die Krankenstation. Dort arbeitet Anna Katschenka, die den Umgang mit Kindern liebt. Doch Loyalität und Treue lassen sie fraglich erscheinende ärztliche Anweisungen strikt befolgen. Sie macht sich dadurch mitschuldig am Leiden und Tod zahlreicher Kinder. Steve Sam-Sendberg gelingt eine eindrucksvolle Schilderung des Lebens über mehr als sechs Jahrzehnte, wie es sich auch am finstersten Ort gestaltet.



Der Koryphäenkiller. – Ein psychoanalytischer Roman.

Gerd Overbeck
Ffm.: Suhrkamp [es], 1997. (298 S.) ⋅ 3-518-12009-3

Abstract: Gerd Overbeck schildert in diesem Roman das fiktive Verhältnis zwischen Therapeut (Prof. G.) und Patient (K.) und deren gegenseitigen Einfluss aufeinander so eindringlich, lässt die Charaktere so klar vor den Augen des Lesers erscheinen, daß dieser sich wie die dritte Person in der Praxis vorkommen muss. Ganz nebenbei zeichnet er den schwer psychotischen Krankheitsverlauf K.s ab, der die Koryphäen nicht etwa aufsucht, um Heilung zu erfahren, sondern um einen Krieg gegen sie zu führen, er bewaffnet mit seiner Krankheit und die Ärzte mit ihren Heilmethoden. Während der zahlreichen Sitzungen, Träume und wenigen Handlungen in der "Außenwelt", die sie zusammen erleben, wachsen Prof. G. und K. mental zusammen und leben beinahe in einer Symbiose, in der K. eindeutig der Schmarotzer ist und Prof. G. der Wirt, der stetig bestrebt ist, ihn abzuschütteln, was ihm allerdings nicht gelingt, so daß sein Schicksal sich mit K. immer mehr verknüpft und es ihm zunehmend schwerer fällt, die Erfahrungen aus der Praxis mit dem Kittel abzulegen. Beim Lesen entsteht der Eindruck, auch Prof. G. werde zumindest ansatzweise verrückt, obwohl es auch der Leser sein könnte, dessen mentale Gesundheit hier strapaziert wird. Glücklicherweise kann er das Buch ja zuschlagen: ähnlich Prof. G., der die Praxistür zuschlägt...



Der Panamahut oder was einen guten Therapeuten ausmacht.

Irvin D. Yalom
Dt. Erstveröff. Dt. von Almuth Carstens.
München: Goldmann [btb 72848], 2002. (283 S.) ⋅ 3-442-72848-7 / Erw. und aktualisierte Ausg. München: btb, 2010. (333 S.) ⋅ 978-3-442-74039-0
Orig. u.d.T.: The gift of therapy. New York: Harper Collins.

Abstract: Wie sieht es aus, das richtige Verhältnis zwischen Therapeut und Klient? Welche Abgründe gilt es zu verbergen, welche offen zu legen? Was ist von Patiententräumen zu halten, in denen der Therapeut eine entscheidende Rolle spielt? Irvin D. Yalom zieht die Bilanz seines über fünfzigjährigen Berufslebens und beschert ungewohnte Einblicke in das Leben eines Therapeuten - ein lehrreiches Lesevergnügen.

  • [1] Verlag

  •  
    Vgl.
  • Klaus Antons: Verwicklungen und Entwicklungen. Rollen und Haltungen des Therapeuten im Verlauf einer einjährigen Therapiegruppe. – Vortrag am 9.1.2002 bei der Diakonie Württemberg, Referat Sucht, in Tübingen. – Online: Pdf-Datei, 11 Seiten.



Mit einem Bein auf der Couch. Therapeutengeschichten.

Katrin Panier-Richter
Norderstedt : Books on Demand, 2007. (241 S.) ⋅ 3-8334-8306-7

Abstract: Das klappt nie!", hatte die Autorin gedacht - und wurde eines Besseren belehrt. Diejenigen, zu denen wir uns auf die Couch legen, wenn sonst nichts mehr hilft, nahmen für Stunden auf dem dunkelbraunen Ledersofa am Kamin von Katrin Panier-Richter Platz. 18 Psychologen, Psychotherapeuten, Analytikerinnen zwischen 26 und 65 Jahren sprachen einmal nur von sich: Was sie ursprünglich dazu gebracht hat, Anderen Tag für Tag zuzuhören, von der aufwühlenden ersten Zeit, vom Zerbrechen und Neuformen ihrer Ideale; von dem, was ihr heute so notwendig gewordener Beruf mit ihnen selbst anstellt. Sie sind keine Götter, sondern Menschen wie du und ich, die nichts so sehr überraschen kann wie das Leben selbst.

[1] Homepage hcdlt.lima-city.de



Als ich die nackte Dame im Kopfstand fand. Ein Psychiater erzählt.

Gary Small & Gigi Vorgan
Aus dem amerikan. Engl. von Brigitte Döbert.
Köln: Bastei Lübbe, 2011. (363 S.) ⋅ 3-7857-6064-7
Orig. u.d.T.: The naked lady who stood on her head.

Abstract: Der Psychiater Gary Small öffnet seine Türen und zeigt uns eine Welt, in der nichts so ist wie wir es kennen: Menschen, die hysterisch erblinden, eine Schulklasse, die in Ohnmacht fällt, Männer, deren Penis schrumpft - oder Damen, die nackt auf dem Kopf stehen. In seinen 30 Berufsjahren hat Dr. Gary Small alles gesehen. Die Geschichten, die er davon erzählt, machen süchtig. Sie nehmen uns mit auf eine inspirierende Reise zu uns selbst - und am Ende werden wir begreifen, dass uns erst unsere Verschrobenheiten zu dem machen, was wir sind: menschliche Wesen.




Die Angst vor Jakob.

Elisabeth Jupiter
Wien: Picus, 2012. (159 S.) ⋅ 978-3-85452-687-2

Abstract: Wie geht man damit um, verlassen zu werden? Wie mit der Angst um liebe Menschen? Wie mit der Angst vor dem Tod? Und wie mit sich selbst? Ein Maler, der nicht mehr zärtlich sein kann, ein Geschäftsmann, den es beinahe bildlich zwischen seiner Frau und seiner Geliebten zerreißt, eine junge Studentin, die sich hinter Make-up und Mode versteckt oder ein Ehepaar, das aneinander vorbeilebt und sich belügt: Empathisch erzählt die Therapeutin von Begegnungen in ihrer Praxis, lässt den Leser teilhaben an ihren eigenen Assoziationen und Empfindungen und an der Entwicklung von Lösungen. Es sind berührende Geschichten, direkt aus dem Leben gegriffen. In den acht bewegenden Geschichten der erfahrenen Psychotherapeutin Elisabeth Jupiter geht es stets um das Wichtigste im Leben eines Menschen: um die Liebe, um den Tod, um das Überleben – und immer wieder um das Ich, das in jeder der Geschichten gesucht, bisweilen auch gefunden wird.
[1] Rez. stefanlotter.at




On the Move: Mein Leben.

Oliver Sacks
Aus dem Engl. von Hainer Kober.
Reinbek: Rowohlt, 2015. (447 S.) ⋅ 978-3-498-06433-4
Orig. u.d.T.: On the Move.

Abstract: O. Sacks legt eine von fesselnder Energie getriebene Autobiographie vor. Ehrlich und anrührend beschreibt er die wichtigsten Stationen seines Lebens – das enge Großbritannien der Nachkriegszeit, das anarchische Kalifornien der frühen Sechziger, schließlich das ewig pulsierende New York. Ob er in der Forschung tätig ist oder in der klinischen Praxis, konstant bleiben die Begeisterung für die Arbeit mit den Patienten und das Schreiben darüber.

Gerühmt für seine feinsinnigen Fallgeschichten, analysiert Sacks hier seinen eigenen Fall: Er erzählt von erfüllter und unerfüllter Liebe, der Beziehung zu seiner jüdischen Medizinerfamilie, zeitweiliger Drogensucht und exzessivem Bodybuilding, und von unbändigen Glücksgefühlen auf den Road Trips durch die Weiten Nordamerikas.
Die Lebensbilanz eines außergewöhnlichen Mediziners - und das Meisterwerk eines großartigen Erzählers.



Mittelweg: Ist Gesellschaft planbar?

Heft 6 - Dezember 2009/Januar 2010

Abstract:
 
Stephan Lessenich, Berthold Vogel:
Erwartungen und Spielräume politischer Planung. Zwischen Gegenwartsstabilisierung und Zukunftsvernichtung.
 
Hermann Lübbe:
Geplanter Umgang mit Unplanbarkeit. Demographie, kulturell und politisch.
 
Walter Siebel:
Die Welt lebenswerter machen. Stadtplanung als Gesellschaftspolitik.
 
Thomas Etzemüller:
»Swedish Modern«. Alva und Gunnar Myrdal entwerfen eine Normalisierungsgesellschaft.
 
Michael Behr:
Planungsparadoxien im gesellschaftlichen Transformationsprozess. Ostdeutschland als prognostisches Dauerproblem.
 
Jens Kersten:
Soziale Marktwirtschaft planen. Wilfrid Schreibers »Lehre vom ökonomischen Humanismus«

[1] www.his-online.de



Mittelweg: Der Gewalt ins Auge sehen

Heft 4 - August/September 2015 (Jg. 24)

Abstract:
 
Jan Philipp Reemtsma: Gewalt als attraktive Lebensform betrachtet. Ein Abschiedsvortrag für das Hamburger Institut.
 
Michael Wildt: Ist Gewalt historisierbar? Erster Kommentar.
 
Wolfgang Knöbl: Ist Gewalt erklärbar? Zweiter Kommentar.
 
Patrick Wagner: Die letzte Schlacht der »alten Kämpfer«. Isolation, Vergemeinschaftung und Gewalt nationalsozialistischer Aktivisten in den letzten Kriegsmonaten 1945.
 
Ulrike Jureit: Vom Ordnen der Zeit. Der 8. Mai 1945 als historische Zäsur.
 
Flavio Eichmann: Weder Freiheit noch Gleichheit. Guadeloupe 1794–1801.
 
Matthias Häußler: Warum die Herero mit den Deutschen kooperierten. Zur »Pazifizierung« einer akephalen Gesellschaft

[1] www.his-online.de



Das Handbuch der Hoffnung.

Tommi Musturi
Aus dem Finnischen von Lauri Peltonen und Elina Kritzokat.
Berlin: Avanti-Verlag, 2015. (224 Seiten) ⋅ 978-3-945034-22-4
Orig.

Abstract: Die Geschichte beginnt am Tag der Tschernobyl-Katastrophe: Ein älterer Mann schlummert in seiner Hängematte und kümmert sich wenig um die ihn umgebende Welt.
Der preisgekrönte finnische Comic-Künstler Tommi Musturi erzählt in seinem neuen Buch von dem ruhigen Leben eines pensionierten finnischen Ehepaares, während hinter den Bildern des alltäglichen Lebens etwas Größeres Gestalt annimmt. Eine Ahnung des nahenden Todes beginnt am Ehemann zu nagen und führt ihn in eine Welt der Träume und existenzieller Fragen. Seine Ehefrau bleibt als Stimme der Vernunft im Hintergrund. In seiner Erzählweise schenkt Musturi den feinen Nuancen seine Aufmerksamkeit und
zeigt, dass der wahre Sinn des Lebens gerade in diesen Details steckt.
Wie die Finnen im Allgemeinen kommen auch Tommi Musturis Bücher mit wenigen Worten aus. Dieser Lakonismus wird bei ihm mit großer visueller Vielfalt, stillem Humor und milder Nostalgie verbunden – seine Kunst erweist sich als reduziert und reichhaltig zugleich.

[1] eBook.djvu bookzz.org



Blitzkrieg der Liebe.

Petteri Tikkanen
Aus dem Finn. von Elina Kritzokat. Hrsg. von Johann Ulrich.

Abstract: Blitzkrieg der Liebe erzählt die Geschichte von Eero und seiner Freundin Kanerva, die in der finnischen Provinz aufwachsen, chronologisch vom ersten Kennenlernen als Kinder bis zum Erwachsenwerden.
Während Kanerva sich zu einer jungen Frau entwickelt, lebt Eero weiterhin in seiner Welt kindlicher Vorstellungen. Von seinen Freunden mehr und mehr ignoriert und zurückgelassen geht Eeros sorgenfreies Leben zu Ende und er findet sich in einer Situation wieder, aus der es kein Zurück gibt ...
Der Wechsel von der Kindheit zur Pubertät wird in dieser Graphic-Novel auf eine universelle Art und aus einer menschlichen Perspektive geschildert.
Blitzkrieg der Liebe ist eine Sammlung von vier miteinander verknu¨pften Geschichten des bekannten finnischen Comicku¨nstlers Petteri Tikkanen. Für die ersten Episoden dieses Buches wurde der Autor mehrmals mit dem Finlandia Comics Prize ausgezeichnet!




Der letzte Ort.

Sherko Fatah
München: Luchterhand, 2014. (283 S.) ⋅ 3-630-87417-7

Abstract: Ein literarischer Thriller über Freundschaft und Verrat. – Die Welt um Albert, einen deutschen Aussteiger, ist geschrumpft, seit er im Irak entführt wurde. Sie besteht nur noch aus dem, was der Zwischenraum zwischen den roh gezimmerten und doch unüberwindlichen Holzlatten des Verschlags zeigt, in den seine Entführer ihn eingeschlossen haben. Nie hätte er sich ausmalen können, wie sich das anfühlt: die Angst, gefesselt in einem Stall zu verrecken, umschwirrt von Fliegen, getrennt von seinem Übersetzer Osama, seiner Brücke in die fremde Kultur.
Längst ist Osama, ein Einheimischer, der aus einer liberalen Familie stammt, zum Freund geworden. In der Gefangenschaft, der Willkür ihrer Entführer ausgesetzt, die sie mal getrennt, mal zusammen, von Ort zu Ort schleppen, begannen sie zu reden: über den Hass zwischen den Kulturen, der mit dem Denken beginnt, und über ihre eigenen Leben. Albert wird bewusst, wie wenig Osama, der sein Land im Krieg erlebt hatte und nun als Verräter gefangen gehalten wird, mit seinen Geschichten anfangen kann. Und doch ist das Reden das einzige, was ihnen bleibt am vielleicht letzten Ort ihres Lebens, an dem das Leben der anderen weiter geht, als wäre nichts geschehen.
Sherko Fatah erzählt die Entführung von Albert und Osama als atemberaubenden literarischen Thriller und sensibles Psychogramm beider Figuren. Beide geraten in der aussichtlosen Situation an ihre Grenzen und verlieren sich in ihrer eigenen Angst und im wachsenden Misstrauen gegen den anderen. Als ihnen die Flucht gelingt, ist zwischen ihnen nichts mehr wie zuvor.

[1] BR Im Gespräch, 27.4.2015: Arno Geiger www.br.de



Islamische Philosophie. Von den Anfängen bis zur Gegenwart.

Ulrich Rudolph
München: Beck [Beck'sche Reihe 2352], 2004. (119 S.) ⋅ 3-406-50852-9

Vgl. Sternstunde Philosophie (www.srf.ch) 'Islamische Philosophie und die Mobilität des Denkens':
Seit über tausend Jahren haben Philosophie und Wissenschaften der islamischen Welt in der europäischen Geistesgeschichte Spuren hinterlassen. Viele Schriften der griechischen Antike sind erst über das Arabische nach Europa gelangt. Islamische Philosophen und Wissenschaftler kamen im frühen Mittelalter zu bahnbrechenden Erkenntnissen in Medizin, Astronomie sowie Mathematik. Und die im 13. Jahrhundert gegründeten Universitäten wie Paris, Oxford und Padua orientierten sich an den Vorläufern in Kairo, Fes oder Tunis.
Wie prägend war und ist also der Einfluss der Kultur des Orients auf den Okzident? Und wie stark orientieren sich islamische Denker an westlichen Ideen?

  • eBook Islamische Philosophie. Von den Anfängen bis zur Gegenwart.
  • eBook Logik und Theologie. Das Organon im arabischen und im lateinischen Mittelalter.



Der schwarze Schwan. Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse.

Nassim Taleb
Aus dem Amerikan. von Ingrid Proß-Gill
München: Hanser, 2008. (441 S.) ⋅ 978-3-446-41568-3 / Ausg. München: Knaus, 2015. (580 S.) ⋅ 3-8135-0686-X
Orig. u.d.T.: The black swan. The Impact of the Highly Improbable.

Abstract: Alle Schwäne sind weiß - davon waren die Europäer bis ins 17. Jahrhundert überzeugt. Dann wurde Australien entdeckt. Dort gibt es schwarze Schwäne - was keiner für möglich gehalten hatte, war auf einmal Realität.
In seinem Bestseller zeigt Nassim Taleb: Extrem unwahrscheinliche Ereignisse - 'Schwarze Schwäne' - gibt es viel häufiger, als wir denken. Und wir unterschätzen systematisch ihre gewaltigen Folgen.
Der erstaunliche Erfolg von Google ist ein Schwarzer Schwan, die Terrorattacken vom 11. September 2001 und globale Finanzkrisen ebenso, aber auch der Siegeszug des Internets: Wer hätte damit allen Ernstes vorher gerechnet?
Das Problem ist: Wir denken in schlüssigen Geschichten, verknüpfen Fakten zu einem stimmigen Bild, nehmen die Vergangenheit als Modell für die Zukunft. So schaffen wir uns eine Welt, in der wir uns zurechtfinden. Aber die Wirklichkeit ist anders: chaotisch, überraschend, unberechenbar.
Die Folge: Börsengurus, die mit ihren Prognosen krass danebenliegen, und Risikomanager von Banken und Versicherungen, die hilflos mit den Achseln zucken, wenn wirklich etwas Unvorhergesehenes passiert. Wer weiß, dass es Schwarze Schwäne gibt, vertraut keinem Experten mehr.
Nassim Taleb gilt als 'Hauptdissident der Wall Street'. Seine brillante Analyse öffnet die Augen für das, was eigentlich nie passieren dürfte - und was doch ständig geschieht

  • Sternstunde Philosophie 'Der mit dem Schwan tanzt' Grosse Krisen, Erfindungen und Revolutionen kommen immer überraschend. Das behauptet Nassim Taleb im Bestseller 'Der Schwarze Schwan – Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse'. Stephan Klapproth spricht mit dem Philosophen über die Kunst, mit Risiken umzugehen und unter Strapazen zu wachsen.
    Er gilt als schwierig, aber brillant: Taleb verachtet Journalisten, Ökonomen, Historiker und sonstige Welterklärer. In seinem Buch «Der Schwarze Schwan» behauptet er, dass die Menschen die komplexe Welt, in der sie leben, nicht verstehen können.
    Wie man im undurchschaubaren Dschungel der Wirklichkeit dennoch nicht zerbricht, sondern durch kleine Niederlagen stärker wird, beschreibt Taleb in seinem neuen Werk mit dem Titel 'Antifragilität'. Antifragilität ist nach Taleb das, was Menschen brauchen, um für das Unvorhersehbare gewappnet zu sein.
    Was ist von Talebs Thesen zu halten? Ist der Mann hinter den Büchern ein Weiser oder ein Blender? Das philosophische Gespräch mit einem einflussreichen Querdenker.
  • Homepage
  • eBook Narren des Zufalls.
  • Rolf Dobelli: Wir brauchen mehr Chaos! Der weltweit erfolgreiche Zufallsforscher und Ökonom Nassim Taleb weiß beinahe alles. Sein neues Buch 'Antifragilität' erklärt, warum Krisen so produktiv sind. Ein Gespräch mit seinem Freund, dem Schweizer Bestsellerautor Rolf Dobelli. – In: Die Zeit, Nr. 17/2003.
  • Homepage: R. Dobelli
  • Jan Füchtjohann: Sokrates hätte ein 'Like' kassiert. Nassim Taleb weiß, dass er nichts weiß - das weiß er seiner Meinung nach allerdings deutlich besser als alle anderen. Außerdem hasst er viele Dinge und Menschen. Mit 'Antifragilität' liefert er nun ganz unbescheiden eine Theorie von allem. Ein größenwahnsinniges - aber auch irgendwie großartiges Buch. – In: Süddeutsche Zeitung, 15.3.2013.
  • Gerd Gigerenzer: Adaptives Verhalten und Kognition (ABC) – MPI für Bildungsofrschung.
  • Rolf Dobelli, Nassim Nicholas Taleb, Tomáš Sedlácek, John Gray: Im philosophischen Basislager. Am Fusse des Monte Verità machen sich John Gray, Tomáš Sedlácek und Nassim Nicholas Taleb Gedanken zu ökonomischen, politischen und religiösen Utopien. Das grosse Gespräch mit drei führenden Denkern über Voodoo-Ökonomie, unbefleckte Empfängnis und den Horror eines stressfreien Lebens. – In: Schweizer Monat, Ausgabe 1008, Juli 2013.



Sich selbst vergessen – Vom Reiz des Rausches

Andreas Dick & Daniel Schreiber
Sternstunde Philosophie, 14.5.2015
www.srf.ch

Abstract: Ob Alkohol, Erfolg, Facebook oder Fasten: Alles kann zur Sucht werden. Der Rausch verspricht Selbstvergessenheit, wo auf Leistung getrimmt wird. Gleichzeitig sind die Menschen heute angepasst wie selten zuvor. Reizt der Rausch überhaupt noch? Ein Gespräch über die Lust am Rausch und die Angst davor.
Die heutigen Menschen leben in einer Gesellschaft der Masslosigkeit, behauptet der Psychologe Andreas Dick. Die Gier bestimmt das Dasein. Aber wo liegen die Grenzen zwischen Genuss, Leidenschaft und Sucht? Ist jede Sucht verwerflich und eine blosse Ersatzbefriedigung? Oder sehnt sich der Mensch im tiefsten Inneren nach Selbstvergessenheit im Rausch? Ist die Welt nüchtern überhaupt noch auszuhalten?
Über diese Fragen debattiert Barbara Bleisch mit dem Psychologen Andreas Dick, der die Tugend des Masshaltens predigt, und dem Publizisten Daniel Schreiber, der einen Ausweg aus seiner Alkoholsucht fand.

[Vgl.] Andreas Dick: Die innere Mitte finden. Lob der Tugend. Zürich, Orell Füssli 2015.
[Vgl.] Daniel Schreiber: Nüchtern. Über das Trinken und das Glück. Berlin 2014.



Der lange Sommer der Theorie. Geschichte einer Revolte; 1960 - 1990.

Philipp Felsch
München: Beck, 2015. (326 S.) ⋅ 3-406-66853-4

Abstract:
[1] Mladen Gladic: Grau war alle Theorie, aber irgendwie auch sexy. - In: Die Welt, 3.8.2015. www.welt.de
[2] Michael Rutschky: Warum Bücher, die keiner versteht, länger leben. - In: Die Welt, 4.10.2014. www.welt.de
[3] eBook.epub bookzz.org




Volk ohne Mitte. Die Deutschen zwischen Freiheitsangst und Kollektivismus.

Götz Aly
Ffm.: S. Fischer, 2015. (265 S.) ⋅ 3-10-000427-2

Abstract: Erhellende Essays des vielfach ausgezeichneten Historikers Götz Aly über die Deutschen und ihre Vergangenheit – denn einen Schlussstrich können wir nicht ziehen.
Der Mangel an Selbstbewusstsein und gemeinsamen Werten, die Suche nach dem eigenen Vorteil und ein starker Aufstiegswille führten dazu, dass die Deutschen dem nationalen Sozialismus in Massen folgten. In glänzend geschriebenen Essays eröffnet Götz Aly überraschende Einsichten in die geschichtlichen Konstellationen, welche die ungeheuerlich destruktive Energieentladung der zwölf kurzen Hitler-Jahre möglich machten. Er schildert individuelle Bereicherungen, zeigt, wie die Staatskasse und damit alle Deutschen von dem beispiellosen Raubzug in Europa profitierten, und belegt den Hang der Deutschen, nach dem Krieg Schuld und Verantwortung zu verlagern. Er zeigt, wie sehr nach 1945 der Korpsgeist und Karrierismus selbst in der Max-Planck-Gesellschaft und an historischen Instituten die Erforschung dieser Vergangenheit noch lange behinderten. Ein unbequemes Buch, das zum Weiterdenken anregt.
»Geschichte erfordert Demut und hält nur die eine Lehre bereit: Niemand steht auf der sicheren Seite.« – Götz Aly
»Das ist die große bittere Pointe von Alys monumentalem Forschungswerk: dass zu den Resultaten der nationalsozialistischen Zeit nicht nur Judenmord, Vertreibung und Kriegsverheerung gehören, sondern der Gesellschaftsaufbau der Bundesrepublik.« – Jens Jessen, Laudatio zur Verleihung des Ludwig Börne-Preises 2012 an Götz Aly

[1] Jacques Schuster - In: Die Welt, 22.2.2015 www.welt.de
[2] eBook (div.) bookzz.org




Ornis. – Das Leben der Vögel.

Josef H. Reichholf
München: Beck, 2014. (272 S.) ⋅ 3-406-66048-7
Orig...

Abstract:

[1] www.br.de
[2] www.perlentaucher.de
[3] bookzz.org
[4] bookzz.org
[5] bookzz.org
[6] bookzz.org
[7] bookzz.org



Ich bin ein Kopf der Leidenschaft

Heini Linkshänder
Worpswede: Strasse, 2014. (148 S.) ⋅ 978-3-939737-91-9

[1] Homepage www.heini-linkshaender.de



BIP: Stillstand und Beschleunigung

Andreas Wendt
medien-design-kunstpädagogik

[Heft 1] bit.ly
[Heft 2] bit.ly
[Heft 3] bit.ly
Homepage www.mediendesignpaedagogik.de



Roman Ehrlich


Abstract: Nach einer Berufsausbildung zum Radio- und Fernsehtechniker studierte er am Deutschen Literaturinstitut Leipzig sowie Neuere Deutsche Literatur an der FU Berlin. Er schreibt Prosa und Dramatik. 2011 war er Finalist beim 19. open mike.[1] Auf Einladung von Paul Jandl nahm er 2013 am Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt teil.[2] Im Juli 2013 erschien sein Debütroman Das kalte Jahr beim DuMont Buchverlag und 2014 sein Erzählungsband Urwaldgäste. Ehrlich war Mitherausgeber der Tippgemeinschaft und der Literaturanthologie Edition NB.



Bart Moeyaert


Abstract: Moeyaert wuchs als jüngster von sieben Söhnen des Zimmermädchens Henriette Smessaert und des Grundschullehrers Omer Moeyaert auf. Sein erstes Buch veröffentlichte er mit 19 Jahren. Er absolvierte ein Lehramtsstudium und studierte Niederländisch, Geschichte und Deutsch in Brüssel, schrieb seine Diplomarbeit über seinen Lieblingsautor Aidan Chambers, bevor er endgültig Schriftsteller wurde. Moeyaert lebt seit 2006 in Antwerpen und unterrichtet seit 2003 an der Koninklijke Academie voor Schone Kunsten (Königliche Akademie der Schönen Künste) Creative Writing. Daneben schreibt er Drehbücher und Theaterstücke.
Moeyaert zählt heute zu den großen europäischen Kinder- und Jugendbuchautoren. 2012 wurde er zum vierten Mal für den Hans-Christian-Andersen-Preis nominiert. Seine Werke werden von Mirjam Pressler ins Deutsche übersetzt.



Ein Garten auf dem Mond.

Bernd Breitbach
Wien: Luftschaft Verlag, 2013. (223 S.)

Abstract: Bernd Breitbachs Debütroman erzählt die Lebensgeschichte eines Einzelgängers. Schon früh verlässt er seine Familie, in der er sich nie zuhause gefühlt hat. Er versteht die Frauen nicht, in die er sich verliebt, und jene noch viel weniger, die ihn lieben. Von einem Tag in den nächsten zu leben, das ist ihm in die Wiege gelegt, und nur wenn er nichts tut, scheint er alles richtig zu machen.
Die achtzehn Episoden handeln von angepassten und durchgedrehten Freunden, von Liebesbeziehungen und ihren sich ständig verschiebenden Machtverhältnissen, von der Schwierigkeit, sich zu binden, und der Unzumutbarkeit, in dieser Welt einen Platz einnehmen zu müssen. Jedes Kapitel glänzt dabei für sich und funktioniert auch als eigenständige Erzählung.
Bernd Breitbachs Beschreibungen sind frei von unnötigem Ballast, seine Sprache ist schnörkellos und direkt. Nichts stört das hochwirksame Nebeneinander von Melancholie und Situationskomik, von gnadenloser Offenheit und zärtlicher Zurückhaltung.



Jonathan Littell


Abstract: Nach vorhergehender Ablehnung durch die französischen Behörden ist er nach seinem Bucherfolg (Les Bienveillantes) seit März 2007 auch französischer Staatsbürger. Mit 39 Jahren veröffentlichte er in französischer Sprache seinen zweiten Roman Die Wohlgesinnten (Les Bienveillantes), den er nach mehreren Jahren Recherchearbeit in nur 120 Tagen niederschrieb und für den er mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet wurde. Die erste Buchveröffentlichung von Jonathan Littell ist der Science-Fiction-Roman Bad Voltage: A Fantasy in 4/4 in einem auf Thriller und Spionageromane spezialisierten Verlag. Littell hat u. a. Werke von Blanchot, Genet und de Sade ins Englische übersetzt.
Littell besuchte als Mitarbeiter der NGO Action Contre la Faim Bosnien, Afghanistan, den Kongo und Tschetschenien; dort wurde er im Januar 2001 leicht verwundet und begann für sein Buch Die Wohlgesinnten fünf Jahre lang zu recherchieren. Er lebt heute mit seiner Lebensgefährtin und zwei Kindern in Barcelona.
Im August 2008 reiste Littell im Auftrag von Le Monde nach Georgien. Am 3. Oktober 2008 erschien ebenda sein Bericht zum Kaukasus-Konflikt 2008. Im Januar 2012 reiste Littell im Auftrag von Le Monde nach Syrien, um über das dortige Bürgerkriegsgeschehen zu berichten. Die Reportage ist 'ein Dokument, kein literarisches Werk' und als E-Book im Juli 2012 erschienen. [wikipedia]



Albert Ostermaier

Es ist Zeit. Drama. Ersch. 2002, uraufgeführt 2001 in Bochum.
Zwischen zwei Feuern. Tollertopographie. Essen: Felidae-Verl.-Ges., 1993.
Tatar Tirus. Theaterstück. Ersch. mit einem Vorwort von Klaus Völker. Ffm. Suhrkamp, 1998. Uraufgeführt 1999.
99 Grad. Drama. Ersch. mit einem Essay von Georg Diez. Ffm.: Suhrkamp, 2002.
Verweigerung der Himmelsrichtung. Albert Ostermaier & Christof Nellehsen. Lossburg: Ed. L., 1988.
Herz Vers Sagen. Gedichte. Ffm.: Suhrkamp [es 1950], 1995. (73 S.)
Fremdkörper hautnah. Gedichte. Ffm.: Suhrkamp [es 2032], 1997. (96 S.)
The making of. Stücke. Ffm.: Suhrkamp [es 2130], 1999. (180 S.)
Vatersprache. Ffm.: Suhrkamp [es 2436], 2003. (58 S.)
Polar. Gedichte. Ffm.: Suhrkamp, 2006. (138 S.)
Für den Anfang der Nacht. Liebesgedichte. Ffm.: Suhrkamp [st 3863], 2007. (137 S.)
Zephyr. Roman. Ffm.: Suhrkamp, 2008. (221 S.)




William T. Vollmann


Abstract: Als Vollmann seinen ersten Roman You Bright and Risen Angels schrieb, arbeitete er als Computerprogrammierer. Während der sowjetischen Intervention in Afghanistan reiste er nach Afghanistan und schrieb über diese Erfahrung in An Afghanistan Picture Show, or, How I Saved the World. Er publizierte Texte über das Reisen in der Zeitschrift Spin Magazine wie auch in The New Yorker und schreibt manchmal für die New York Times Book Review.
Nach vielen Verzögerungen erschien Anfang 2004 bei McSweeneys Rising Up and Rising Down, eine 3.300 Seiten lange, siebenbändige illustrierte Abhandlung über Gewalt, die für den National Book Critics Circle Award nominiert wurde. Eine gekürzte einbändige Ausgabe erschien bei Ecco Press. Vollmann hat daran über 20 Jahre lang gearbeitet und versucht, umfassend die Ursachen und Folgen von Gewalt zu untersuchen sowie die mit ihr verbundenen ethischen Fragen. Ein großer Teil des Textes besteht aus Vollmanns eigenen Reportagen über Orte voller Gewalt wie Kambodscha, Somalia und Irak.
Vollmanns übrige Werke beschäftigen sich oft mit der Besiedlung Nordamerikas wie in Seven Dreams: A Book of North American Landscapes, einem Zyklus aus sieben Romanen, oder mit Geschichten von Menschen – oft Prostituierten – am Rande des Krieges, der Armut und der Hoffnung. Sein letzter Roman Europe Central, der sich mit einer Vielzahl von Charakteren beschäftigt, die in die Kämpfe zwischen Deutschland und der Sowjetunion verstrickt sind, erhielt 2005 den National Book Award für Fiktion; seine Übertragung ins Deutsche durch Robin Detje wurde 2014 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. [wikipedia]

  • [1] wikipedia
  • [2] dnb.de
  • [3] Suhrkamp

  •  
    Vgl.
  • Andreas Platthaus: Das Stimmwunder aus Krieg und Diktatur. William T. Vollmanns Riesenroman 'Europe Central' erzählt vom zwanzigsten Jahrhundert in Russland und Deutschland - vielstimmig, manisch und atemraubend interessant. – In: FAZ, 12.4.2013.
  • Literaturclub
  • Thomas David: 'Die Realität liebkost und verletzt'. Interview mit W.T. Vollmann. – In: NZZ, 24. Mai 2013.
  • Domonik Kamalzadeh: 'Es gibt Kräfte, die durch uns hindurchgehen'. Interview mit W.T. Vollmann. – In: der Standard, 26.4.2013.
  • Ijoma Mangold: Der amerikanische Schriftsteller William T. Vollmann hat ein grandioses Epos über den Zweiten Weltkrieg verfasst: "Europe Central". Wie ihm das gelungen ist, erläutert er im Gespräch mit seinem Übersetzer Robin Detje und einem seiner größten Bewunderer, dem österreichischen Schriftsteller Clemens Setz. Das Werkstattgespräch moderierte Ijoma Mangold. – In: Die Zeit, Nr. 16/2013, 21.4.2013.
  • Huren für Gloria
  • Rez.



»Wir sollten uns Langsamkeit leisten«. – Der Autor Simon Froehling glaubt nicht an die Grabenkämpfe in der Theaterwelt, sondern an Kooperation – und an das Theater als Raum der Entschleunigung für uns alle.

Simon Froehling im Interview von Alexandra Kedves
In: Tagesanzeiger, 8.12.2014.

Abstract: Theater ist zuallererst ein Live-Erlebnis, ein Jetzt in einem spezifischen Raum. Es ist teilbar mit den anderen Zuschauern in diesem Raum. Darum interessiert mich zurzeit das textbasierte Theater weniger. Wenn, dann schreibe ich Hörspiele. Und Narration konsumiere ich am liebsten in Form von TV-Serien, jetzt gerade «The Newsroom» oder «Fargo». Im Theater aber faszinieren mich Körper, Atmosphäre, Entfaltung. So interessiert mich auch das Tanzhaus unter der Leitung von Catja Loepfe. Sie begreift es als ein Labor: Es ist eine Chance, dass sie da als eine Art Intendantin wirkt. Genau das sollten wir uns nämlich leisten: die Langsamkeit. Die Opulenz der Langsamkeit! Theater kann kein schnelles Medium sein. Das muss sich ausprobieren, scheitern, neu erfinden. Wenigstens das Theater soll das dürfen in unserer schnelllebigen Zeit! Hier ist seine Relevanz als gesellschaftlicher Gegenraum.

Liquidation als Politik ist völlig kurzsichtig. Die Qualität einer Stadt misst sich doch daran, dass man kann, wenn man will.

[1] www.tagesanzeiger.ch
[2] Homepage simonfroehling.ch
[3] Verlag www.bilgerverlag.ch
[4] wikipedia de.wikipedia.org



Mary Gaitskill


Abstract:Wo endet die erträgliche Distanz?
 
Mit Steven Samüsant-provokanter Verfilmung ihrer Kurzgeschichte 'Secretary' (in der 1989 auf Deutsch erschienenen Sammlung 'Schlechter Umgang') erstrahlte ihr Stern urplötzlich auch über Amerikas Literaturlandkarte hinaus – dauerhaft etablieren aber konnte sich die in Rhinbek bei New York lebende Schriftstellerin Mary Gaitskill trotzdem nicht.
 
Zu düster und unbequem war ihre engagierte literarischen Auseinandersetzung mit Themen wie Sexualität, Sucht, Prostitution und der Einsamkeit der heutigen Frau in Amerikas Gesellschaft. So blieb die 1955 geborene, in Detroit aufgewachsene Autorin auch in ihrer Heimat ein 'Writers Writer', eine Autorin für Autoren. Dabei schreibt sie seit bald vier Jahrzehnten eine makellose, in ihrer psychologischen Dichte und Genauigkeit beeindruckende Kurzprosa, deren feinnervige Kompaktheit und Schärfe wegweisend für Kurzgeschichtenautorinnen wie Beth Nugent, Lorrie Moore oder auch Sandra Cisneros gewesen sein dürfte.

  • [1] dnb.de
  • [2] wikipedia

  •  
    Vgl.
  • Angela Schader: Verlieren lernen. Schön war er nicht, der kleine Kater, den Mary Gaitskill adoptierte – aber sein Verlust schmerzte tief. Die amerikanische Autorin schuf aus dieser Erfahrung einen wunderbar vielschichtigen Aufsatz. – In: NZZ, 15.7.2014.



»Die wahren europäischen Hardliner sitzen im Osten«. – Der Politologe Anton Pelinka kritisiert den Zorn der Osteuropäer auf Griechenland und ihre mangelnde Solidarität in der Europäischen Union.

Anton Pelinka im Interview von Bernhard Odehnal
In: Tagesanzeiger, 2.7.2015.

[1] www.tagesanzeiger.ch



Vom Kaufmann zum Shareholder. – Industriegeschichte Dreißig Geschäftsregeln, um 1890 aufgeschrieben, sprechen für sich und offenbaren aus heutiger Perspektive den geschichtlichen Wertewandel innerhalb der Wirtschaft.

Martin Mollnitz
In: der freitag, 30.5.2014.

[1] www.freitag.de



Wo ist die Avantgarde abgeblieben? – Früher waren die Buchläden voll mit experimenteller Literatur. Und heute? fragt Kritiker Robert McCrum.

Robert McCrum.
In: der freitag, 21.7.2009 [Literatur]

[1] www.freitag.de



Gorbatschows Erinnerungen. Die revolutionäre Kraft der gesprächsintensiven Ehe. – Michail Gorbatschow hat ein berührendes, kluges und inspirierendes Buch über seine verstorbene Frau Raissa und die Perestrojka geschrieben. Solchen Mut und solche Anmut vermisst man heute in allen Regierungen.

Nils Minkmar
In: FAZ, 26.3.2013

[1] www.faz.net



Das Festival da Jazz in St. Moritz. – Neue Freundschaften im 'Dracula Club'. Das Festival da Jazz in St. Moritz bietet hochkarätige Musik in intimer Atmosphäre. Am Wochenende standen Dave Holland, Brad Mehldau und Meshell Ndegeocello auf dem Programm.

Florian Bissig
In: NZZ, 21.7.2014

[1] www.nzz.ch



Ein Land, so bitter wie Tränengas. – Die Bäume stehen noch, die Regierung ist weiter an der Macht: Was ist geblieben von den Gezi-Protesten in der Türkei? Eine Besichtigung am Jahrestag.

Lenz Jacobsen
In: Die Zeit, 31.5.2014.

[1] www.zeit.de


G. Roth
»Die Werke dieser Autoren erschlossen sich mir sofort und vollständig über das Nichtverstehen.« zit. In: die zeit
www.zeit.de

www.spiegel.de

www.faz.net

Nagel, Wolfgang 5.11.1984
www.spiegel.de

"Roths Phantasie beginnt dort zu arbeiten, wo menschliche Erkenntnis aufhört. Sie füllt die Leerstellen, in die Wissenschaftler und Philosophen nicht eindringen können, mit Poesie. Sie liefert für das Unerklärbare Erklärungen, die nicht für wahr genommen werden wollen, sondern demonstrieren, wie klein der Ausschnitt ist, den wir für die Welt halten, für eine weitgehend erforschte gar."

Theater Basel
www.spiegel.de


www.carolin-emcke.de

Die Macht des Vierten: Über eine Ordnung der europäischen Kultur [Broschiert]

twitter.com


Luxus der Leere
23.05.2014, 07:50 Uhr · Entwicklung – nicht Stillstand, das plakatiert der Berliner Senat, um am Sonntag das Wahlvolk davon abzuhalten, gegen die Teilbebauung des Tempelhofer Feldes zu stimmen. Dabei bedeutet die Weite der Stadt nicht Stillstand, sondern ist ein Alleinstellungsmerkmal Berlins.
Von MICHELLE HOWARD UND ANNETT GRÖSCHNER
Online: FAZ-Blog: Ich. Heute. 10 vor 8.
blogs.faz.net


Dirk von Gehlen:
WIE DIE DIGITALISIERUNG UNSERE KOMMUNIKATION UMKREMPELT.
Online: vocer, 6.12.2013
www.vocer.org

(Dieses Beitrag ist der letzte Teil der gemeinsamen Reihe von VOCER und “Süddeutsche.de” zum Thema Digitalisierung der Gesellschaft.)

Stewart Baker, ehemaliger juristischer Chef des amerikanischen Geheimdienst sagte vor Kurzem: “Metadaten verraten dir absolut alles über eine Person. Wenn man ausreichend Metadaten hat, braucht man gar keine Inhalte.” Kontext schlägt Content. Anders formuliert: Die Worte eines Satzes sind nutzlos, wenn man nicht weiß, wer sie wann mit wem an welchem Ort gewechselt hat. Mehr noch: All diese so genannten Metadaten sind so aussagekräftig, dass unerheblich wird, welche Worte es waren.

Diese Meta-Kommunikation interessiert aber eben nicht nur die Datensammler von NSA oder Google. Diese Meta-Kommunikation wird auch uns in Zukunft genauso interessieren wie heute schon die Worte, die man uns sagt. Wo Inhalte leicht kopierbar sind, bekommt der Zusammenhang, in dem diese Inhalte stehen, eine besondere Bedeutung. Robert Scoble und Shel Israel haben in ihrem gleichnamigen aktuellen Buch deshalb bereits das “Zeitalter des Kontext” ausgerufen und stellen darin besondere Kommunikationsinstrumente vor, die zum Beispiel aus Metadaten Mehrwerte machen – also nicht nur den besten Schweinebraten der Stadt benennen, sondern das Restaurant, an dem man ihn genau jetzt bekommen kann (weil gerade geöffnet und Schweinebraten noch nicht aus ist). Brillen, die mehr sind als Sehhilfen, Smartphones und kommunzierende Kleidung liefern diese Metadaten und bündeln sie – nicht nur für den Nutzer.

www.forbes.com


Thomas Melle
www.polar-zeitschrift.de
"Unsere Zeit ist so aufregend, dass man die Menschen eigentlich nur noch mit Langeweile schockieren kann (Beckett)"


Michael Chabon: Die Kirche des Vinyls
www.zeit.de


Das Schöne ist schwer, weil..
"Das Schöne ist schwer, weil es uns zu einer Wahrheit führt. Und die steckt im Geschenk der Kunst, nicht im bloßen Konsumieren."
Paul Clavier
thomaswollinger.com


Gisela Widmer: wenn es kein Theater mehr gäbe
www.alles-klassik.com
blogs.zentralplus.ch


Wichtiger als das Wissen ist das Lernen
Damals wie heute sind mir Textwelten wichtig, so Rubeli,
Erfahrungen, wie Texte als Räume der Bewusstwerdung genutzt werden können.
Xx generiert Alternativen
www.filisuralbula-reformiert.ch


b-ok.org
gen.lib.rus.ec



Titel.

Verf
Aus dem Engl. von ...
Verglag...
Orig...

Abstract:

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[2] ...
[3] ...

[Vgl.] ...
[Vgl.] ...


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